Skip to main content

Zwei Fristen, ein Nachweis

BFSG und KI-Verordnung: zwei Fristen, ein Nachweis

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025. Die Transparenzpflichten der KI-Verordnung greifen ab dem 2. August 2026. Beide treffen dieselben Seiten Ihres Shops – und Art. 50 Abs. 5 verbindet sie: Ein KI-Hinweis, den ein Screenreader nicht vorlesen kann, verstößt gegen beide Vorschriften zugleich.

Die beiden Termine

In Kraft seit dem 28. Juni 2025

Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)

Deutsche Umsetzung der Richtlinie (EU) 2019/882. Gilt für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr gegenüber Verbrauchern. Kleinstunternehmen – weniger als 10 Beschäftigte und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz – sind bei Dienstleistungen ausgenommen; für Produkte, die Sie in Verkehr bringen, gilt die Ausnahme nicht.

Gilt ab dem 2. August 2026

KI-Verordnung, Art. 50

Verordnung (EU) 2024/1689. Transparenzpflichten für KI, mit der ein Mensch interagiert, und für fotorealistische KI-Bilder. Eine Ausnahme nach Unternehmensgröße gibt es nicht: Für KMU und Start-ups gilt lediglich der niedrigere der beiden Bußgeldrahmen – 15 Mio. € oder 3 % des Umsatzes – statt des höheren.

Warum das ein Problem ist und nicht zwei

Art. 50 Abs. 5 KI-VO verlangt, dass die Transparenzinformation bei der ersten Interaktion bereitgestellt wird und den geltenden Barrierefreiheitsanforderungen entspricht. In der EU verweist das direkt zurück auf die Barrierefreiheitsvorgaben. Ein Chat-Widget, das seine KI-Natur in einem Text offenlegt, den kein Screenreader vorlesen kann, verletzt beide Vorschriften am selben Element. Wer das einmal behebt, erfüllt beide – und genau deshalb prüfen wir es in einem Durchgang.

Ihr Standort

Nationales Gesetz
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG), §37
Zuständige Behörde
Market surveillance authorities of the federal states (MLBF)
Höchstbußgeld Barrierefreiheit
100.000 €
Höchstbußgeld KI-Verordnung
Bis zu 15.000.000 € oder 3 % des weltweiten Jahresumsatzes; für KMU und Start-ups gilt der niedrigere der beiden Beträge (Art. 99 Abs. 4, Abs. 6).

Beides kostenlos prüfen

Zwei Prüfungen, kein Konto. Der Barrierefreiheits-Scan prüft die Konformität mit WCAG 2.1 AA; die KI-Prüfung prüft die Offenlegung – einschließlich der Frage, ob ein vorhandener Hinweis von assistiver Technologie überhaupt erfasst wird.

Barrierefreiheits-Scan

⚡ Kostenloser Scan: 1 Seite · Top 5 Probleme

Prüfungen: Alternativtext · Labels · Sprache · Struktur

Der Scan zeigt Ihren Barrierefreiheits-Score, welche Seiten bestimmte Prüfungen nicht bestehen und wo Lücken die Suchsichtbarkeit beeinflussen. Nach dem Scan können Sie den vollständigen Bericht an sich selbst senden — er enthält seitenbezogene Ergebnisse und was zuerst zu beheben ist.

KI-Verordnung: Prüfung

Kostenlos. Kein Konto erforderlich. Keine Daten dieser Prüfung werden gespeichert.

Wir prüfen auf Chat-Widgets ohne AI-Kennzeichnung, Content Credentials bei Ihren Bildern und ob etwaige AI-Hinweise für Screenreader lesbar sind.

Häufige Fragen

Wir sind ein Kleinstunternehmen. Betrifft uns das überhaupt?
Die Dienstleistungspflichten des BFSG nicht, sofern Sie weniger als 10 Beschäftigte und höchstens 2 Mio. € Umsatz haben. Art. 50 der KI-Verordnung schon – dort gibt es keine Ausnahme nach Unternehmensgröße. Wer einen Chatbot betreibt, unterliegt der Offenlegungspflicht unabhängig von der Mitarbeiterzahl.
Brauchen wir zwei getrennte Audits?
Nein. Die Pflichten überschneiden sich auf denselben Seiten und – im Fall von Art. 50 Abs. 5 – auf denselben Elementen. Ein Durchgang über Ihre Website kann beides belegen; so sind unsere Berichte aufgebaut.
Was, wenn wir gar keine KI einsetzen?
Dann ergibt sich aus Art. 50 für Sie keine Pflicht. Die Pflichten knüpfen an KI-Systeme an, die Sie tatsächlich betreiben. Unsere Prüfung sagt Ihnen klar, wenn sie keine findet, statt eine Lücke zu erfinden.
Reicht ein Satz in unserer Datenschutzerklärung für den Chatbot?
Nein. Art. 50 Abs. 1 verlangt, dass die Person in der Interaktion selbst informiert wird. Auf eine Rechtstextseite schaut niemand, der gerade ein Chatfenster öffnet.

Diese Seite fasst den veröffentlichten Rechtsstand zum 2026-07-25 zusammen. Sie ist keine Rechtsberatung und begründet keine Haftung. Die genannten Beträge sind gesetzliche Höchstbeträge; was tatsächlich verhängt wird, liegt im Ermessen der jeweiligen nationalen Behörde. Sehen Sie unsere eigene AI-Transparenzseite (2026-08-02)

Ein Abo, beide Fristen

Alt-Texte in 24 EU-Sprachen, eine Barrierefreiheitserklärung nach Anhang V, ein Audit-PDF, ein KI-Herkunftsnachweis und eine automatische monatliche Nachprüfung.

Kostenlos starten